Montag, Oktober 22, 2007

Lisa-Marie Magdeburg

ACHTUNG! Dies ist keine Übung! Dies ist keine Übung! Der Krisenstab gibt bekannt: Rothensee ist nicht zu halten und wird umgehend geräumt. Nehmen Sie nur das Nötigste mit. Keine Panik! - Aber rennt! Rette sich wer kann!

Am 28. Oktober 2007 spielt Gunter Gabriel. Ein " Konzert". In Rothensee. Im VERWERTUNGSZENTRUM!

Die Reaktion ist übertrieben? Gut, um Zweifel über den Ernst der Lage auszuräumen, hier ein Zitat aus dem vom tapferen Elbe Report mit "Männerversteher Gunter Gabriel" geführten Interview: "Ich bin übrigens dafür, Magdeburg auch einen Vornamen zu geben. Ist doch viel netter, auf dem Autobahnschild z. B. zu lesen: "Lisa-Marie Magdeburg" noch 36 Km?"

Meine Güte! Nur noch 36 km. Lauft, lauft!

LISA-MARIE MAGDEBURG? Wie wäre es mit Horst Halle? Oder Gunter Hundeluft (bei Dessau)? Was ist los mit unseren Barden? (Wenn man mal einen kräftigen Pfleger braucht, ist wieder keiner da.) Soviel sei gesagt: Wenn Künstler nach 30 Jahren Karriere in einem Verwertungszentrum auftreten - das hat Gründe!

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Sonntag, Juni 10, 2007

Eilmeldung: Titanic bleibt auf bewährtem Kurs

Die Magdeburger IHK-Pressestelle soll noch auf der Flucht sein. Von acht Vizepräsidenten haben nun fünf ihren Rücktritt erklärt, was zu gewissen Spekulationen führte, was die Fünf von den restlichen Drei unterscheiden mag. Die Zwangsmitglieder rütteln an ihren Ketten. Es bedarf keiner allzugroßen Kühnheit, wollte man als IHK-Mitarbeiter jetzt auch mal außerhalb der IHK-Toilette äußern, dass es in den vergangenen Wochen ... nicht wirklich optimal lief, möglicherweise sogar Reserven bestanden.

Nun gelang dem Magdeburger "Elbe-Report" jedoch ein Exklusiv-Interview mit dem Macher hinter den IHK-Kulissen: Wolfgang März (CDU), Hauptgeschäftsführer der Magdeburger IHK. Der Elbe-Report Journalist fragte recht höflich bezogen auf die IHK-Arbeit der letzten Wochen: "Gab es Beeinträchtigungen in der Arbeit?". Die Frage scheint vordergründig fast rhetorisch. Der Verlust eines Präsidenten, von fünf Vizepräsidenten und des Ansehens der Institution legt doch eine gewisse negative Grundstimmung nahe.

Die Antwort von Wolfgang März lautete:

"Es gab keinerlei Beeinträchtigungen. Im Gegenteil,..."

IM GEGENTEIL ? IM GE-GEN-TEIL ? Es lief also nicht nur normal, sondern es war sogar so erfreulich, dass die IHK diese Zeit als Gewinn sieht? Man will das jetzt immer so machen? Wird die IHK jetzt die Kampagne "Stasi-Verdacht des Monats" präsentieren? Der Verlust von bisher sechs Vorstandsmitgliedern beeinträchtigt die Arbeit nicht? Liefe es vielleicht noch besser, wenn alle Neun ...?

Wenn man sich ergänzend zum Interviewtext die bisherigen Darlegungen Märzens in dieser Sache in Erinnerung ruft, drängt sich einem der Verdacht auf, dass es der Arbeitsfähigkeit der IHK zuträglich wäre, wenn auch noch der Hauptgeschäftsführer seinem Ex-Chef auf die chilenische Finka folgen würde. Schlechter wird es sicher nicht.

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Sonntag, Januar 21, 2007

Zurück nach vorn...

...überschreibt Wolfgang Böhmer (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, seinen Jahresrückblick, läßt uns der Elbe Report wissen. Da will man nicht wirklich widersprechen - auch wenn man vor dem geistigen Auge einen Uhu sieht, der seinen Kopf um 360 Grad dreht. Für Menschen eher ungesund.

Nun will sich der Ministerpräsident jedoch in die Denkweisen und Befindlichkeiten der Menschen versetzen. Was sollte man da tun? Herr Böhmer kam auf das Naheliegendste - er liest Zeitungen aus dem Jahr 1987! Auch nach heutigen Maßstäben ist die Volksstimme von 1987 ein eher bedenklicher Jahrgang. Die Denkweise der Menschen damit kennenlernen zu wollen, ist sogar schon abenteuerlich. Wir und wohl auch die Journalisten haben die Zeitungen ja damals selbst nicht verstanden. Berichte von Ernte- oder Braunkohleschlachten, Jugendbrigaden mit einem Durchschnittsalter von 45 etc. - Zeitungen aus dieser Epoche sind komplexe Rätsel. Nostradamus Texte sind dagegen realistische Dokumentationen. Die fünf Hauptfeinde des Sozialismus? Frühling, Sommer, Herbst, Winter und ungünstige Witterungsbedingungen!

Mal sehen wie sich der Ausflug in die Vergangenheit auf die Landespolitik auswirkt. Wenn zukünftig die Presseerklärungen wieder mit "1000 Tonnen Obst" überschrieben sind - wundern würde es nicht!

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