Dienstag, September 18, 2007

Eine Nation im Griff des Terrors!

Während die städtische Politik nur mit Mühe aus dem Sommerschlaf erwacht, ist die Bundespolitik schon reichlich in Fahrt. Die Grünen rufen die Afghanische Woche aus und üben sich eifrig im "friendly fire". Es wird sogar mit einer knallharten Enthaltung zum deutschen Militäreinsatz gedroht! Ob die Bundeswehr mit dieser Entscheidung der Partei wird leben können?

Als Bürger beunruhigen einen allerdings andere Sachen. Da wird doch tatsächlich mit einem Atomanschlag auf unsere nette behütete Bundesrepublik gedroht. Bin Laden (Al Kaida)? Nein! Schäuble (CDU)! Trotzdem sollen wir uns das Leben nicht vermiesen lassen! Ist der Terrorismus schon so auf den Hund gekommen, dass die Panikverbreitung auch noch vom Innenminister gemacht werden muss? Was ist los mit Schäuble? Sprachdiarrhoe? Wird es noch mal eine Woche geben, in der er nicht irgendwas abgrundtief absurdes/kurioses/gefährliches/abartiges äußert?

Vielleicht liegts ja am Berliner Trinkwasser. Zumindest scheint der Verteidigungsminister (Jung, CDU) auch nicht ganz unbeeinträchtigt zu sein. Er verkündet markig zur besten Sendezeit, dass er Passagierflugzeuge ratzfatz abschießt! Zack! Man traut sich ja kaum noch an einem Flughafen vorbei. Weiß man schon Näheres? Richtet sich sein Zorn nur gegen Flugzeuge oder sind auch ICE, Linienbus, Taxis oder Carsharing-PKWs auf der Abschussliste. Das Monströse an der Diskussion ist ja, dass man als gut ausgebildeter Terrorist in Mitteleuropa mit so einem Linienflugzeug doch nicht unerhebliche Probleme hat ein Ziel zu finden, bei dem man mehr Leute ausserhalb des Flugzeuges in Mitleidenschaft zieht, als der geschätzte Verteidigungsminister innerhalb des Flugzeugs. Ja, gut - Stadion und Messehallen. Das erfordert aber mega genaues Timing. Atomkraftwerke? Sind doch völlig sicher - sagt die Regierung. Gebäude von Innen- oder Verteidigungsministerium? Das würde eher zu einer deutlichen Beruhigung der öffentlichen Diskussion beitragen- nicht eben das zentrale Ziel Bin Ladens.

Gefährlicher ist ja eigentlich Eva Herman. Da weiss man nie was als Nächstes passiert. Für Frau Herrmann hier ein kurzer Crashkurs im Überleben in der öffentlichen Diskussion: 1. Keine Nazi-Vergleiche! 2. Keine Nazi-Vergleiche!! 3. Polpot- und Stalin-Vergleiche sind ok, wirken aber nicht. 4. Alles andere (Darmspiegelungen live, nackt über glühende Kohlen, Gespräch mit Kerner etc) ist in Ordnung. 5. Auf gar keinen Fall aber Nazi-Vergleiche!!! Ist einer öffentlichen Karriere abträglich. Wirklich wahr.

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Donnerstag, März 01, 2007

Unsere Mauern könnt ihr brechen ...

Also langsam wird einem der bisher ja eher nett gemeinte Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan doch irgendwie unheimlich. Die Politiker beginnen Durchhalteparolen abzusondern - traditionell ein ganz schlechtes Zeichen.

Gerade nun Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Er meint zum Thema Ausweitung des Bundeswehreinsatzes: "Afghanistan ist nur verloren, wenn wir es verloren geben." Das ist schön markig. Wenn man da so vor Ort jedoch der feindlich gesonnenen Sprengfalle ins Angesicht schaut, sind die Leute mit den markigen Sprüchen immer gerade ein paar Tausend Kilometer weit weg.

Zuletzt haben die geschätzten sowjetischen Streitkräfte in Afghanistan im Zuge der antimperialistischen Bruderhilfe ähnliches geäußert. Lief dann wohl aber nicht so.

Da sich insbesondere unsere amerikanischen Waffenbrüder gerne ähnlich martialisch äußern, beschleicht einen die Sorge, ob eine politische Lösung des Problems noch im Blickfeld ist. Militärisch ist der Hindukusch eher nicht zu halten. Aber Durchhalteparolen müssten ja noch einige im Archiv liegen. War ja früher eine deutsche Spezialität.

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Donnerstag, Februar 08, 2007

Getarnt

Da war doch neulich so ein merkwürdiges Kichern aus dem Volksstimmehochhaus zu vernehmen! Die lachten sich fast einen "ast"! Der Grund ist nun aufgeklärt. Die Mitarbeiter der Rubrik Lieste`s - weeßte`s haben sich eine neue Strategie zur Fortsetzung der Krullmania ausgedacht!

Die für den Vorsitzenden der Magdeburger Jungen Union, Tobias Krull (hier schon hin und wieder beiläufig erwähnt), abgestellte Reporterin, befindet sich bekanntlich in einem echten Dilemma. Einerseits steht irgendwo in der Satzung der Volksstimme, dass einmal in der Woche "Mister Ehrenamt" zu erwähnen ist. Andererseits neigt ein Teil der fiesen und niederträchtigen Leserschaft dazu, sich über eben jenen Helden dann lustig zu machen. Es werden Witze gerissen, ja sogar Satiren geschrieben.

Der Name des Einen müßte also für die niederen Kreaturen irgendwie unsichtbar sein! Na ganz einfach: "Wir schreiben ihn nicht fett!" Einfach aber genial. Wer liest schon die ganze Rubrik. Keines dieser witzelnden und bloggenden Weicheier ist so todesmutig! Die lesen doch alle nur die fettgedruckten Namen. Wenn dort kein Krull draufsteht ist auch keiner drin.

So erschien unter der verwirrend nach Mao klingenden Überschrift: "Der lange Marsch zum Schiffshebewerk" am 2. Februar ein Kleinod in der Krullmaniaserie - von den Spöttern völlig unbemerkt. (Dieser Blog hier fragte sogar besorgt nach dem Ende der Serie. Schäm.)

Zunächst wurden 11 Namen in fett gebracht, die dann auch noch der "Reservistenkameradschaft Leopold I. Fürst zu Anhalt-Dessau" angehörten. (Spätestens hier nickten die Kritiker weg.) Mister Ehrenamt war nicht dabei! Doch dann der nächste Abschnitt: Tobias Krull (ja eben jener) sagt wegweisendes zum Schiffshebewerk! Allerdings ist sein Name aus Gründen der Tarnung nicht fett. Sehr trickreich. Aber nun doch noch aufgeflogen!

Wir müssen nun wohl in den sauren Apfel beißen und (Schluck!) jetzt immer die ganze Rubrik lesen, nicht nur die Namen überfliegen. Ein schweres Opfer, welches aber gebracht werden muss. Da wollen wir den Kameraden von der Reservistenkameradschaft ja nun nicht nachstehen.

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Donnerstag, November 23, 2006

Heendorfs Welt

... ist eine merkwürdige. Der 42-jährige berentete Ex-Kripobeamte Michael Heendorf vertritt in einem Interview nun zum wiederholtenmale die Auffassung, dass, wenn ein Bediensteter etwas böses tut man eben leider den Dienstherren anzeigen muss. Er also Oberbürgermeister Trümper. Da wird einem klar, wieso er berentet wurde. Wenn mal ein Finanzbeamter seinem Nachbarn den Lack zerkratzte, hat Heendorf sicherlich umgehend die Ermittlungen gegen Merkel oder damals wohl noch Schröder eingeleitet. Am besten gleich mit Hausdurchsuchung im Kanzleramt. Dienstherr ist Dienstherr. Bei der hohen Zahl unserer sehr geschätzten zuweilen aber betrunkenen Bundeswehrangehörigen in den Freitagnachmittagszügen nahm Heendorfs Aktivität vermutlich etwas überhand. Nach dem dritten Haftbefehlsantrag gegen den Verteidigungsminister wich die dortige Verwirrung wohl Zorn und Heendorf trat in die ruhigere Phase seiner Beamtenlaufbahn ein.

Bevor jetzt eine Anzeigenwelle unsere Angela niederstreckt: Die von Herrn Heendorf in der Volksstimme geäußerte Rechtsansicht ist nicht falsch. Sie ist absurd, verwerflich und skurill. Die Sippenhaftung ist abgeschafft. Wirklich wahr! Gilt auch für Dienstherr und -herrin. Der Rechtsstaat verlangt so etwas wie eine persönliche Schuld.

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Freitag, Oktober 27, 2006

Schädel am Hindukusch

Da haben unsere Jungs im Rahmen des Kampfes für Frieden und Freiheit also mit Totenschädeln gespielt. Lästiger als die saublöden Dummenjungenstreiche unserer Helden ist ja eigentlich nur noch die offizielle Betroffenheitsmaschinerie. Wenn ich die Äußerungen der Bundestagsabgeordneten richtig zusammenfasse, lehnen die das Spielen mit Gebeinen ab. Ein interessanter Denkansatz, der unbedingt die Medien beherrschen sollte. Der Bildzeitung kann man nur wünschen, dass sie weiter das hohe Niveau investigativer Berichterstattung beibehält. Ich bin sicher, dass der ein oder andere wackere Kämpfer sich auch noch des Onanierens überführen lassen würde.

Interessant sind die Klassenunterschiede die sich zwischen Bundeswehr und US-Streitkräften auftun. Wo unsere Frontschweine sich die Totenschädel mühsam aus der Kiesgrube klauben müssen, arbeiten die US-Kräfte am lebenden Material bzw. sorgen selber für den Nachschub.

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Freitag, Juni 10, 2005

50 Jahre Bundeswehr

Gesagt ist gesagt. Der Kanzler ist stolz auf unsere Armee und hält sie für ein Aushängeschild des Landes. Für Nichtdeutsche sei angemerkt: Wir Deutsche sind mit den Ansprüchen an unsere Armee sehr bescheiden. Die Bundeswehr ist unsere erste Armee seit wirklich langem, die bisher noch keinen Krieg verloren hat - das ist schon mal ein Lob wert. Wenn man allerdings so am Freitag mit einem beliebigen Zug der DB AG fährt, kann einem das Zutrauen zur besten deutschen Armee der letzten Monate schon mal verloren gehen. Naja - ich mein ja nur.

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