Von Schwierigkeiten mit Falschgeld einzukaufen
Puh. Bin gerade aus der U-Haft raus. Naja fast. Wenn ich die Typen von der EZB zu fassen kriege! Da geh ich doch mir nichts dir nichts einkaufen. Bezahle. 5 mal 2 Euro. Mit nagelneuem allerfrischestem Bankgeld! Sogar Westgeld! Da schaut mich die diensthabende, vom Leben stark überzeichnete Verkäuferin grimmig an und weist meine falschen 2-Euro-Stücke zurück! Könne ich ja mal bei ´nem anderen Blöden versuchen. Ich stottere souverän ein bisschen rum und betrachte eingehend die Tatwerkzeuge. Tatsächlich! Auf der Rückseite meiner Münzen hält ein Strichmännchen ein Euro-Symbol in der Hand. Die umlaufende Schrift sitzt irgendwie schief. Der Künstler hat sein Kürzel "WWU" zurückgelassen. Sehr witzig die Damen und Herren Geldfälscher! Denke ich mir so! Der Rentner hinter mir in der Schlange wittert organisierte Kriminalität. Vielleicht hätte ich ihm nicht sagen sollen (um ein wenig die angespannte Stimmung aufzulockern), dass unser Farbkopierer defekt ist und wir deshalb das Falschgeld jetzt feilen. Nach Eintreffen der Polizei ("Das ist nicht echt!") und Rücksprache mit einem Beamten der sich auskennt, steht dann die ganze Wahrheit fest. Bei der EZB hat einer wohl eine Wette verloren. Unser offizielles Geld beherbergt jetzt ein Strichmännchen! Ich find es putzig. Wäre nur schön wenn man damit auch bezahlen könnte wie mit richtigem Geld!
Fahndungsfoto und alle merkwürdigen Details: hier.
Fahndungsfoto und alle merkwürdigen Details: hier.
Labels: Hildegunst, Kriminalität, Wirtschaft
