Mittwoch, Juli 25, 2007

Es lebe Curling!

Was haben Wasserläufe in Wüstengebieten und die Tour de France gemeinsam? Man weiß nie, ob sie ihr Ziel erreichen. Das Fahrerfeld der Tour scheint nun langsam zu versiegen. Derzeit schlagen die Doping-Nachrichten in dermaßen dichter Folge ein, dass man kaum noch nachkommt. Zumindest Rudolf Scharping hat schon ernste Probleme. Er sieht noch Anlass zur Freude! Die Kontrollen greifen! Sagt er. ...Schon, schon - aber erst wenn der letzte Fahrer suspendiert und das letzte Team zurückgezogen ist, werdet ihr erkennen, dass Fahrer von Begleitfahrzeugen im gelben Trikot nicht viel hermachen!

Das schwarze Trikot für den schwärzesten Humor ist übrigens Alexander Winokurow nicht mehr zu nehmen. Nach dem ihn ein (unfairer Weise neu eingeführter) Test des Fremdblutdoping überführt hatte, teilte er mit, dass es ihm unerklärlich sei, wie fremdes Blut in seinen Körper gelangen konnte. Vermutlich ein Wunder. Der Papst ist schon in Kenntnis gesetzt. Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang mit blutweinenden Madonnenstatuen. Experten tippen auf die Zahnpasta.

Niedlicherweise versuchte die ETA mit zwei Sprengstoffanschlägen auch mal etwas Aufmerksamkeit zu erheischen. Hoffnungslos. Neben EPO und Co. kann die ETA derzeit medial einpacken.

Wie soll es nur weitergehen? Erst zieht Astana zurück, nun Cofides - die scheinen alphabetisch vorzugehen. Jetzt sollten mal alle die Blutbeutel auf den Tisch legen und den Fahrer im Feld suchen, der ungedopt war. Es wird doch wohl einen geben.Vielleicht jemand mit einer Medikamentenunverträglichkeit oder krankhafter Angst vor Spritzen. Der kriegt die Trikots übergestreift und fertig. Die ETA darf dann unter den nicht mehr benötigten Eigen- und Fremdblutvorräten ein wahres Blutbad anrichten und alle sind zufrieden. Der Medientross kann sich dann den völlig ungedopten Leichtathleten zu wenden.

PS: Es heißt im Curling habe es noch nie einen Dopingfall gegeben. Ist doch auch ne schöne Sportart.

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Mittwoch, Januar 31, 2007

Haarige Sachen

Die Bundes-SPD ist sauer! Der hassgeliebte Koalitionspartner (CDU) versuche doch tatsächlich, das, an sich ja unerschütterliche, Ansehen des Außenministers Frank-Walter Steinmeier (SPD) zu beschädigen! Empörend! Zur Erschütterung seines Ansehens ist Herr Steinmeier nun wirklich nicht auf die Christdemokraten angewiesen. Das kann er doch selbst.

Unter seiner bewährten Tätigkeit im Kanzleramt hatte die Bundesrepublik seinerzeit die Freilassung des Bremers Murat Kurnat aus dem US-Lager Guantanamo ... nun sagen wir mal ... nicht wirklich forciert. Es entstand sogar ein wenig der Eindruck, Steinmeier wäre ganz froh gewesen, dass Kurnat da blieb, wo der Pfeffer oder halt die berüchtigten kubanischen Apfelsinen wachsen. Das hat er nun auch noch mal bestätigt. Er würde auch wieder so handeln. Kurnat hätte gefährlich sein können! Hätte der dann später was ausgefressen - er Steinmeier wäre Schuld gewesen! Undenkbar. Gut, offiziell wandte man sich damals gegen das rechtswidrige Verhalten der USA in Guantanamo, aber muss man dann auch gleich die Schlüssel in die Hand gedrückt bekommen? Diese Amis - kein Sinn für Humor.

Na, bei dem üppigen Rauschebart von Kurnat liegt die Gefährlichkeit doch auch auf der Hand bzw. hängt im Gesicht! Was da passieren kann, wenn der Bart sich in einer Drehtür unserer Konsumtempel verfängt! Wenn es nach Steinmeier ginge, käme auch Thierse nicht mehr nach Deutschland rein. Da ist er dann schon konsequent. Ordnung muss sein. (So erklärt sich auch, wieso Scharping auf seinen Bart verzichtete und Thierses-Gebüsch einen Frühlingsschnitt erhielt.)

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